Von den USA nach Deutschland: Eine transatlantische Veränderung
Der Umzug von einem Land in ein anderes ist immer eine Herausforderung, besonders wenn es sich um einen Wechsel zwischen Kontinenten handelt. Unsere Reise von den USA nach Deutschland war geprägt von bürokratischen Hürden, kulturellen Überraschungen und neuen Entdeckungen.
Der Anfang: Visum und Vorbereitungen
Alles begann im November 2024, als wir online den Antrag für die Chancenkarte, ein neues Visummodell in Deutschland, stellten. Die Menge an Papierkram war erdrückend, und wir mussten uns auch um eine Krankenversicherung bei der TK kümmern.
Im Januar 2025 buchten wir eine Wohnung in Berlin. Doch auch hier gab es mehr Papierkram, insbesondere im Zusammenhang mit der Chancenkarte.
Im März 2025 fuhren wir von Utah nach Los Angeles, um unser Visum im Konsulat zu erhalten. Der Prozess erforderte noch mehr Papierkram und die Organisation der Flugtickets für die ganze Familie.

Ankunft und erste Schritte in Deutschland
Unsere Ankunft in Deutschland im Mai 2025 war nischt weniger turbulent. Zehn Tage vor unserem Flug stellten wir fest, dass die gebuchte Wohnung ein Betrug war. Zudem verweigerte die TK die Krankenversicherung, da uns eine feste Wohnadresse fehlte.
Kurzerhand meldeten wir uns bei einer WWOOFing-Farm außerhalb Berlins an, um eine vorläufige Unterkunft zu sichern. Nach unserer Ankunft kauften wir Reisepässe und meldeten unser Kind in einer KITA an, basierend auf einer Empfehlung eines Freundes.
Leben und Arbeiten in Berlin
Im Juni 2025 begann ich als Freiberufler zu arbeiten, da die meisten Jobs in meinem Bereich gute Deutschkenntnisse voraussetzten. Die Suche nach einer Krankenversicherung und die Beantragung der Visa für meine Familie, die zunächst nur 90 Tage ohne Visum in Deutschland bleiben durften, erforderten viel Lauferei und noch mehr Papierkrieg.
Eine positive Überraschung war die Gesundheitsversorgung: Medikamente sind hier, selbst ohne Versicherung, fünfmal günstiger und Arzttermine viel schneller verfügbar als erwartet.
Auch das Essen hat uns positiv überrascht; es schmeckt frisch und authentisch. So hatten wir beispielsweise Gummibärchen, die wie echtes Obst schmeckten.
